Nach dem Einbruch im Frühjahr gibt es einen Nachholeffekt auf dem Containermarkt. Reedereien zogen diesen Herbst die Preise kräftig an und in Europa werden Seecontainer knapp. Bei Bloedorn Container stehen schon ab Januar wieder genug Boxen in den Außenlagern.

Der Spiegel berichtete über die aktuell außergewöhnliche Situation. Auch unsere Containerexperten beobachten den Markt der letzten Wochen und stellen zustimmend fest: „So starke Preissteigerungen haben wir seit 10 Jahren nicht mehr gesehen. Zuletzt gab es einen ähnlichen Effekt im Jahr 2009 in der Erholungsphase der Finanzkrise.“

Im Spätsommer stieg die Nachfrage nach Containertransporten schlagartig. Der Spiegel berichtet: „Vor allem von Asien nach Nordamerika werden wieder mehr und mehr Güter verschifft, aber auch von Asien nach Europa. […] Hapag-Lloyd setzt auf den Asienrouten mittlerweile mehr Kapazität ein als vor der Krise.“ Transportiert würden vor allem Konsumgüter wie Fitnessgeräte, Fahrräder, Möbel sowie Heimwerker-Zubehör, aber auch Unterhaltungselektronik. Es scheine als gäben die Menschen mehr Geld für ihr Zuhause aus, weil sie nicht verreisen oder Geld in Restaurants und anderen Freizeitaktivitäten ausgeben könnten. Laut Spiegel-Information verdienten Reedereien auf der Transpazifik-Route derzeit am meisten und verschifften im großen Stil Leercontainer in Richtung Asien. Die Folge: In Europa fehlten die Container.

Geschäftsführer Mathias Weber ist sich sicher: „Wir haben es mit einem Nachholeffekt aus dem Frühjahr zu tun. Spätestens Mitte nächsten Jahres sollte sich die Lage wieder normalisieren. Bei uns befinden sich derzeit einige Container in Zulauf. Ab Mitte Januar stehen bei uns darum wieder genug 20-Fuß-Container zur Verfügung.“

 

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