Presse, Rund um Bloedorn Container

Bild-Zeitung berichtet über unsere "heißen Kisten"

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Bild Ruhrgebiet, 4. Dezember 2019

HEISSE KISTEN

Von M. BAUMEISTER
Dortmund – Für die einen ist es ein banaler Großraumbehälter. Für Mathias Weber (60) ist ein Container die vielseitigste Kabine der Welt. Er ist Chef der Dortmunder Firma Bloedorn (40 Mitarbeiter, elf Millionen Euro Umsatz pro Jahr), die seit 1996 bundesweit Übersee-Container verkauft, vermietet und transportiert. Weber: „Natürlich werden Container vorwiegend in der Spedition eingesetzt. Aber ich sehe sie eigentlich wie Legosteine – man kann fast alles mit ihnen machen.“ Seine Spezialität: Er macht aus Containern heiße Kisten. Zum Dortmunder Evangelischen Kirchentag im Mai baute Bloedorn aus 27 Containern ein Gotteshaus. Für eine Inszenierung des „Fliegenden Holländers“ auf der Bottroper Halde Haniel stattete die Firma 2016 die gesamte Bühnenkulisse aus. Schon 2002 baute sie eine Bühne für die Ruhrtriennale. Heute macht das Unternehmen aus Containern Mini-Kinos, Kassenhäuschen, Toiletten, Lärmschutzwände – und Bier-Schankräume. Weber: „In unserer Werkhalle arbeiten Klempner, Maler, Schlosser, Lackierer.“ Und manchmal auch Rapper. Kollegah (35) hat die Container-Kunst entdeckt, drehte hier 2015 sein Video zu dem Song „John Gotti“. Aktuelle Idee: Mit 24 000 Litern Wasser gefüllte Container setzt die Firma Bloedorn als Spreng und Splitterschutz bei Bombenentschärfungen ein. Bei einem Blindgängerfund in Essen im vergangenen April kamen bereits 22 Container zum Einsatz (BILD berichtete). Weber: „Zurzeit lassen wir die Wirksamkeit dieser Methode von einer französischen Firma wissenschaftlich prüfen.“

Quelle: www.bild.de/regional/ruhrgebiet/ruhrgebiet-aktuell/dortmunder-firma-macht-aus-containern-heisse-kisten-66462422.bild.html