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Container-Mauer soll Uniklinik vor Bombe schützen

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Bild - 26.04.2018

Link zum Artikel: www.bild.de/regional/ruhrgebiet/blindgaenger/containerwand-soll-klinik-bei-bombenentschaerfung-schuetzen-55524628.bild.html

von: KATJA DERSTROFF und KATHARINA VOGT

Essen – Weil auf dem Gelände des Uniklinikums Essen eine Weltkriegs-Bombe vermutet wird, greift die Stadt jetzt zu einem speziellen Schutz: Mit Wasser befüllte Seecontainer, jeder knapp 23 Tonnen schwer, wurden um die vermutete Bombe aufgebaut, sollen Splitterschutzwand für das Klinikum sein.

Mathias Weber (59), Geschäftsführer der beauftragten Firma Bloedorn Container aus Dortmund: „Wir stapeln auf einer Länge von 66 Metern zweilagig 22 mit Wasser befüllte Container. Durch die Mauer würde der Druck bei einer Explosion nach oben weggeleitet. Außerdem würden die Container zerbersten und das Wasser austreten, sodass kein Feuer entsteht“, erklärt er die Konstruktion.

Mit Hilfe eines Gabelstaplers wird die zweilagige Containerwand auf dem Gelände der Uniklinik Essen aufgebaut. Der Mauerbau dauert maximal zwei Tage.

Mit dem Aufbau der Containerwand hat die Stadt eine schnelle Sicherheitsmaßnahme für die Entfernung des möglichen Blindgängers gefunden. Sprecherin Silke Lenz: „Das Uniklinikum ist eine sehr sensible Umgebung. Wenn der Verdacht bestätigt wird und die Bombe schnell entfernt werden muss, sind wir vorbereitet.“

So soll die 66 Meter lange Containerwand nach Fertigstellung aussehen (Foto: Marc Vollmannshauser)
Allerdings ersetzt die Containerwand keine Evakuierung: „In welchem Umfang diese stattfinden würde, hängt dann von der Größe der Bombe ab.“
Die Sondierung des Bodens kann noch bis zu zwei Wochen dauern, solange bleiben die Container mindestens stehen.