Rund um Bloedorn Container

Bloedorn Container startet Logistikprojekt mit Dortmunder Tafel

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Die Bloedorn Container GmbH verbindet ihr Tagesgeschäft mit sozialem Engagement. Zusammen mit der ATLAS Schuhfabrik startet die Bloedorn Container GmbH das Pilotprojekt "Verteilerzentrum" für und mit der Dortmunder Tafel. Mit zusätzlichem Lagerraum und unserer Unterstützung im Logistik-Bereich können nun auch größere Warenmengen auf einmal bewältigt werden.

Ende 2019 beschloss der Landesverband der Tafeln in NRW den Aus- bzw. Aufbau von sechs Verteilerzentren. Das Ziel: Größere Lagermöglichkeiten für gespendete Tiefkühl-, Kühl- und Trockenwaren in Dortmund, Coesfeld/Münster, Aachen, Wuppertal, Dormagen und Köln.

Eine LKW-Ladung Kekse

In Dortmund nimmt dieser Ausbau nun im wahrsten Sinne des Wortes Fahrt auf: Am Dienstag, den 9. Juni, übernahmen wir zum Beispiel die erste große Frachtladung für die Tafel. 21 Paletten Kekse von De Beukelaer transportierten wir von Ploch bei Koblenz nach Dortmund. Am 18. Juni kam noch einmal eine Ladung mit 18 Paletten Lindt-Schokolade hinzu. Ein Engagement, das in Zukunft noch weiter ausgebaut wird. Denn Bloedorn Container wird künftig, wenn immer möglich oder nötig, Transporte des Tagesgeschäfts mit Lieferungen für die Tafel verbinden. „Den benötigten Laderaum werden wir über Frachtenbörsen oder Partnernetzwerke möglichst günstig zukaufen. Gleichzeitig versuchen wir, den Transport unserer Leercontainer ab Hamburg / Bremen nach Dortmund mit dem Transport der Ware zu verbinden. Im Idealfall dann in dem Container aus Hamburg bis zu 22 Europaletten Tee aus Bremen oder Gebäck aus Hannover. Das Atlas Lager und unser Betrieb liegen im gleichen Gewerbegebiet Wickede-Süd“, erklärt Tafel-Beirat und Geschäftsführer der Bloedorn Container GmbH Mathias Weber.  

Großer Umschlagsplatz im Gewerbegebiet Wickede

„Da wir nun größere Warenmengen transportieren können, ist es natürlich auch notwendig, dass wir den entsprechenden Lagerplatz dafür haben,“ erklärt Ansgar Wortmann, Betriebsleitung bei der Tafel Dortmund. Auch dafür gibt es jetzt eine Lösung. Auf dem Gelände der Atlas Schuhfabrik stellte Hendrik Schabsky, CEO von ATLAS® und ebenfalls im Tafel-Beirat, einen Umschlagplatz mit Lagerräumen für über 150 Europaletten und zusammen mit der Bloedorn Container GmbH auch fünf 40-Fuß große Kühlcontainer zur Verfügung. In jeden dieser Kühlcontainer passen etwa 20 Europaletten tiefgekühlte Waren. So hat die Tafel insgesamt Platz für 250 Europaletten Ware. Insgesamt bietet das Umschlagslager auf dem Atlas-Gelände damit Lagerfläche für acht komplette LKW-Ladungen. Platz für weitere 36 Europaletten Trockenwaren bekam die Tafel bereits Anfang Juni in Form von zwei Wechselbrücken auf dem Gelände an der Osterlandwehr von Bloedorn Container zur Verfügung gestellt. Die Container ergänzen das Handlager der Tafelzentrale. So aufgestellt können in Dortmund nun Waren angenommen, Zwischengelagert und an andere Tafeln weiterverteilt werden. Die Hersteller und Spender lernen da gerade auch dazu, dass die Tafel ab jetzt auch größere Mengen auf einmal abnehmen kann.

„Mit diesem Lagerplatz, gekühlt und ungekühlt, können wir jetzt ganz andere Mengen direkt bei Zentrallägern und von Herstellern abholen und weiterverteilen. Das ist von einer einzelnen Tafel und mit unseren 7,5 t Lieferwagen überhaupt nicht zu stemmen. Hersteller wollen, dass die Ware, die sie uns anbieten, schnell und unkompliziert ihr Lager verlässt, sodass sie weiter produzieren können“, sagt Olaf Watermann, verantwortlich für die Logistik bei der Tafel.

Spontane und schnelle Reaktion nötig

Genau das ist auch die große Herausforderung für einen Logistiker bei der Tafel. „Über zu wenig Warenangebot können wir uns tatsächlich nicht beschweren. Es ist eher so, dass wir immer wieder auch größere Mengen Waschpulver, Tiefkühlwaren, Tee oder eben auch Kekse angeboten bekommen. In der Vergangenheit mussten wir diese Angebote auch immer mal wieder ablehnen, weil wir einfach nicht die Transport- und Lagermöglichkeiten hatten. Das ärgert mich persönlich dann ganz besonders“, so Watermann. „Unsere Arbeit ist oft nicht genau planbar und wir müssen in der Lage sein, spontan auf Anfragen und Angebote von Herstellern zu reagieren und Waren dann wiederum an andere Tafeln weiterverteilen ohne dabei große Kosten zu verursachen. Das gelingt mit tatkräftigen Partnern an Bord.“

Über drei Monate soll nun die Pilotphase in Dortmund dauern, um am 30. September eine Zwischenbilanz ziehen können. Bis dahin übernimmt die Bloedorn Container GmbH alle Frachtkosten. Dann wollen die Partner zusammen mit der Tafel evaluieren, welche Kosten letztlich durch die neue Logistik und Lagerhaltung entstanden sind. „Wir wollen schauen, an welchen Stellschrauben wir noch drehen können, um zu entscheiden, wie es weitergeht und die Erfahrungen auch an andere Tafeln weitergeben. Wenn wir stetig voneinander lernen können, müssen wir das Rad ja nicht immer neu erfinden“, sagt Dr. Horst Röhr, 1. Vorsitzender Tafel Dortmund.

 

Das Projekt in der Presse

Nordstadtblogger, 11. Juni 2020

Lokalkompass, 16. Juni 2020