Ein schwarzer, kleiner Container auf einem ehemaligen Schrottplatz in der Nordstadt – wer an Werkzeuglager, rostende Autoteile oder Reifen denkt, liegt leider völlig daneben. Treffender wären Kultur, Kurzfilm und Kino. Denn für die 19. DEW21 Museumsnacht baute Chris Brosky, Betreiber des Eventgeländes „JunkYard“, einen unserer Container zu einem Mini-Kino mit gerade mal acht Sitzplätzen um.

Der JunkYard war am vergangenen Samstag zum ersten Mal bei der Museumsnacht mit dabei und bot Kultur vor ganz besonderer Kulisse, die Bloedorn über die letzten drei Jahre immer wieder mitgestaltet hat. Denn auf dem ehemaligen Schrottplatz, der heute als Kunst-, Kultur- und Eventlocation bekannt ist, prägen ausrangierte Überseecontainer von Bloedorn bereits das Bild – ob als WC, Bar, für den Backstagebereich oder Aufenthaltsort für Künstler. Im Rahmen der Museumsnacht verwandelte sich das Gelände jetzt in eine kleine Kunstausstellung und Lounge. 

KINO IM SEECONTAINER

„Highlight für uns war aber natürlich das Kino im Miniformat“, verrät Björn Henkel. Das Team von Bloedorn hatte den Container im Vorfeld so präpariert, dass vor Ort im JunkYard der Innenausbau zum Kino innerhalb von wenigen Tagen möglich war. So gab es im hinteren Bereich zum Beispiel extra einen Technikraum, der Platz für Beamer, Beleuchtung, Strom und so weiter bot. Eine zusätzlich eingebaute Tür im hinteren Bereich diente als Notausgang und natürlich wurde der Container von außen und innen komplett schwarz lackiert. Im Kino muss es schließlich dunkel sein. Den Innenausbau mit Leinwand, Boden und Kinositzen übernahm dann der JunkYard selbst.

Gezeigt wurde im wohl kleinsten Kino im Ruhrgebiet ein kultureller Kurzfilm über eine Dortmunder Künstlerin. „Das Kino war den ganzen Abend über voll ausgebucht und teilweise standen die Leute sogar Schlange, um einmal kurz Platz nehmen zu können“, erzählt Chris Brosky, Gründer des JunkYard. Kein Wunder, denn das Mini-Kino bot schließlich alles, was die „Großen“ auch können – inklusive frischem Popcorn.

JUNKYARD UND BLOEDORN

Mit der Idee aus einem Container ein Kino zu bauen überraschte Chris mal wieder das Team von Bloedorn. „Das sind wir von ihm aber mittlerweile gewöhnt“, sagt Björn. Chris kam über die letzten Jahre immer mal wieder mit verrückten Ideen auf Bloedorn zu: Mal brauchte er Überseecontainer, um daraus eine Bar zu bauen, dann sollte ein WC-Haus entstehen – aber nicht, wie üblich, in einem Sanitärcontainer, sondern auch aus Überseecontainern. Besonders gewöhnungsbedürftig: Die einzelnen Kabinen sind nur durch Vorhänge voneinander getrennt. „Als Chris vor einiger Zeit von uns einen schrottreifen, total überwucherten Gelenkbus über die Mauern des Schrottplatzes auf sein Gelände gehoben haben wollte, dachte ich: Jetzt ist er verrückt geworden! Aber er hatte mal wieder Recht. Der Bus dient mittlerweile als Partylocation mit Platz für über 100 Gäste und passt perfekt ins Bild“, erinnert sich Björn an eine der jüngsten Aktionen.  

Haben Sie auch kreative Einsatzmöglichkeiten für unsere Container? Dann sprechen Sie uns an.

Lust unsere Container im JunkYard live und in Farbe zu sehen? Hier finden Sie alle Veranstaltungen.